Miniimplantate

Miniimplantate sind vor allem für ältere Patienten geeignet, die auf herausnehmbaren Zahnersatz (Vollprothesen) angewiesen sind.
Bis vor einigen Jahren wurde eine Vollprothese mit Haftmitteln an Gaumen und Kiefer geklebt, was immer eine lästige Prozedur von nur mäßiger oder keiner Zuverlässigkeit war. Sinnvoller ist eine mechanische und lösbare Verankerung. Durch eine Fixierung mit Miniimplantaten bleibt der Kontakt zwischen Prothese und Kiefer erhalten, so dass der Knochen nicht schwindet, was ohne den Kontakt mit der Zeit der Fall wäre.
Je nach Sitation wird eine Prothese für den Ober- oder Unterkiefer oder beides vorbereitet.
In den Kieferknochen werden Titanstifte eingesetzt, 4 für den Unterkiefer, 6 für den Oberkiefer. Sie werden so platziert, dass nur die Köpfchen aus dem Kieferknochen herausragen. In der Prothese liegen die Gegenstücke: hochelastische Gummiringe. Nach einem einfachen Druckknopfprinzip kann dann die Prothese einfach “auf- oder abgeknöpft” werden.
Die Prothese liegt auch am Oberkiefer nur auf dem Kieferkamm auf, so dass der Gaumen frei bleibt. (Für eine kurze Übergangszeit muss die Gaumenplatte geschlossen bleiben, wird dann aber entfernt)
Im Gegensatz zu den üblichen Implantaten, die einen Durchmesser von bis zu vier Milimetern erreichen, sind Miniimplantate nur ca. halb so groß. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung und ist sehr gewebeschonend.

so funktioniert es

Miniimplantate am Beispiel des Unterkiefers

Der Kieferknochen wird freigelegt

In den Kieferknochen wird mit einer Bohrschablone (hier nicht dargestellt)
ein Loch inkl. Gewinde gebohrt

Das Implantat wird eingesetzt

Die Prothese wird auf die Miniimplatatköpfe gesetzt
und rastet mechanisch ein

Die Prothese sitzt fest und sicher

Erfahrungsberichte